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Sportjahresbericht 17

Jahresbericht 2017 OMC Sportchef

Es freut mich, sagen zu können, dass das erste Jahr für mich als Sportchef dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Fahrer äusserst angenehm verlief.

Meine erste in Angriff genommene Arbeit war: Alle Motorradpässe mit einer Nummer zu versehen und auf eine übersichtliche Excelliste zu übertragen.

Im Weiteren wurden die Mitteilungen, Rennanmeldungen etc. per Email versandt. Da nicht alle Email Adressen auf dem aktuellen Stand waren, hat dieses System nicht immer für alle zufriedenstellend funktioniert. Aber ohne Anmeldungen etc. gab es über das Jahr doch etwa 200 Mails die im Zusammenhang mit dem OMC bearbeitet werden mussten.

Anfangs Januar wurde mit der Sportkommission das Reglement 2017 bis 2019 angepasst. Im Wesentlichen wurden die Motorradpässe für die TS obligatorisch erklärt, Sanktionen für unsportliches Verhalten formuliert, Alterspunkte neu geregelt und Streichresultat abgeschafft. Das Reglement muss heute noch nachträglich von der Versammlung genehmigt werden.

Wie gewohnt, wurde am 12.März bei Wädi Senn die Maschinenkontrolle durchgeführt. Dank an Käthy und Wädi für das Gastrecht und das feine Zmorge. Weil ab 2017 der Maschinenpass für alle Twinshock obligatorisch wurde, konnten an diesem Tag über dreissig Maschinenpässe ausgestellt werden.

Zur Entwicklung der einzelnen Kategorien ist folgendes zu sagen. Die Kategorie Pre 68 mit 8 zählbaren Rennen schwächelt zusehends an Altersschwund. Die Situation wird 2018 noch prekärer werden, haben doch einige Kollegen alters - oder gesundheitshalber Ihren Rücktritt angekündigt. Bei Maximum 18 Fahrer davon 3 Doppelstarter in Wohlen und Lugnorre, ist das noch akzeptabel. Bei den restlichen 6 Rennen waren nur 6-12 Fahrer am Start, also kein Thema das die Veranstalter weiterhin bereit sind, die Kategorien einzeln starten zu lassen. Interessant das sich über alle 8 Rennen doch 32 (Vorjahr 36) Fahrer Punkte gutschreiben liessen. Ganze 3 Fahrer waren an allen 8 Rennen am Start, 5 weitere schafften es nur einmal zu fehlen.

Bei den Pre 75 dasselbe Bild. Der Nachwuchs fehlt. Es gab Rennen an denen nur 6 Fahrer am Start waren, obwohl sich über die zehn Meisterschafts Rennen 33 (Vorjahr 32) Fahrer klassierten. Hier schafften es 3 Fahrer an allen 10 Rennen zu starten.

Erfreulich war dieses Jahr der Zuwachs bei den TS, haben doch dieses Jahr 31 (Vorjahr 22) Fahrer Meisterschaftspunkte geholt. Leider schaffte es nur 1 Fahrer an allen 10 Rennen zu starten. Immerhin vier Fahrer fehlten nur einmal. In dieser Kategorie sollte es in Zukunft am einfachsten sein einen Startbalken zu füllen.

Bei der 250 sieht es dank den Twinshock ebenfalls besser aus mit 21 (Vorjahr 13) gewerteten Fahrern.

Bei den Seitenwagen scheint das geliebte Hobby im Alter noch schwieriger zu werden. Trotz den grossen Bemühungen von Peter war es nicht gelungen mehr als acht Gespanne, also gleich viele wie im Vorjahr an den Start zu bringen.

Rennen für 2017 mit Veranstaltern zu organisieren war relativ einfach. Trotz Absagen von Mauren, Auw und Rietheim konnten wir doch an 10 Veranstaltungen teilnehmen.

In neuen Reglement, welches Ende Januar auf die Homepage aufgeschaltet wurde, sind die Sanktionen für unsportliches Verhalten beschrieben. Je ein Fahrer wurde in Stüsslingen und Schwadernau für seine Unsportlichkeit bestraft. Als Sportchef wünsche ich mir in Zukunft, dass, wenn ein Fahrer mit seinen Kollegen auf der Piste Probleme hat, dies im gegenseitigen Gespräch sachlich zu bereinigen. Es ist weniger erfolgreich, mit Unbeteiligten über die angeblichen "Wahnsinnigen" zu reden. Gemäss meinem Wissensstand haben sich einzig in Stüsslingen 2 Fahrer durch Fremdeinfluss verletzt.

Bei den Pre 68 holte sich Beny 11 Laufsiege vor Werner und Martin mit je zwei

Bei den Pre 75 holte sich Dani 7 Laufsiege vor Jo und Lemaire mit jeweils fünf

Bei den Twinshock holte sich Marc 9 Laufsiege vor Beat mit fünf und Martin mit drei

In Wohlen hatten wir bei angenehmen Wetter einen unfallfreien Saisonstart. Es fuhren 56 OMC Fahrer und einige ausländischen Gäste

mit. Bereits hier zeichnete es sich ab das B.Winiger und W.Mohr bei den Pre 68, J. Büsser und W. Senn bei den Pre 75 und B. Omlin und M. Keller bei den TS zu den späteren Titelanwärtern zählen.

In Wagen SG bei gutem Wetter waren erstmals bei einem MXRS Rennen vierzig Fahrer in drei Kategorien und in einem Feld am Start, was mit 2 Starts gut funktioniert hat.

Genf war mit 37 OMC Fahrern in drei Klassen schlecht besucht. Es wurde pro Kategorie gestartet. Schade, geben sich doch die Genfer Kollegen jeweils besonders grosse Mühe eine Veranstaltung mit guter Piste zu organisieren. Nicht zu vergessen die einzigartige Gastfreundschaft mit Apero usw.

Stüsslingen bei MXRS mit total 27 Fahrern in der Pre 75 und Twinshock war mit drei Verletzten durch die rücksichtslose Fahrweise eines Pre 75 Fahrers nicht gerade das was man bei den Oldtimern erwarten kann. Tragisch, wenn dadurch unschuldige Fahrer so verletzt werden und folglich einen Monat nicht mehr der Arbeit nachgehen können.

In Le Verriers auf tausend Meter war es ein wenig kühler als in der Sommerhitze im "Unterland". Mit insgesamt 37 Fahrern in drei Klassen, einzeln gestartet, konnten wir den Veranstalter bestimmt nicht erfreuen. Bei den Seitenwagen gingen sogar nur sechs an den Start. Schade den es ist eine grosszügig angelegte Piste für Oldtimer. Es ist zu hoffen, dass das Organisationsteam beim nächsten Rennen den korrekten Zeitpunkt für das Bewässern wählt. Dieses Jahr hat das unsachgemässe Bewässern für einen Fahrer mit einen Schlüsselbeinbruch geendet.

In Zuckenriet bei MXRS auf einer super angelegten Wiesenpiste waren wohl schon einige Oldies in den Ferien. Bei schönem Wetter in drei Klassen nur 23 Fahrer war sehr spärlich. Die, die da waren wurden wenigstens ordentlich mit Meisterschaftspunkten belohnt. Trotzdem kam mir zu Ohren dass das Duell zwischen Omlin und Keller bei den Twinshock etwas vom Besseren war, was man in dieser Klasse bis heute zu sehen bekam. Leider endete das Duell durch ein Missgeschick bei Beat mit einem Rippenbruch und Prellungen. Bei den Pre 75er nahm in der letzten Runde noch einer den Bruch des Schlüsselbeins in Kauf. Einem dieses Jahr vom Pech verfolgten TS Fahrer blieb im Training das Gas hängen, wegen den erlittenen Quetschungen durch den Abflug musste er gleich die Saison beenden.

Schwadernau im schönen Berner Land stellte sich kurzfristig für das abgesagte Rennen in Auw zur Verfügung. Mit 15 Pre 75 und 8 TS war wenigstens der Veranstalter zufrieden mit dem OMC. Werner Mohr löste die Herausforderung als Interviewpartner für einen Beitrag des lokalen Fernsehens mit Bravour. Schade das ein TS Fahrer in der letzten Runde noch das Hirn ausschaltete und er sein Bein in der Hinterschwinge eines Pre 75 Fahrers parkierte. Für den Verursacher war die Saison durch seine Fussverletzung ebenfalls frühzeitig beendet.

Walde erstmals am Samstag, war mit 40 Fahrern getrennt in 2 Klassen wieder punkto Fahrerzahl ein Lichtblick. Nach starken Regenfällen in der Nacht auf Samstag, und Sonnenschein am Morgen konnten auf einer gut präparierten Piste alle Fahrer unfallfrei die Rennen beenden. Bald als einziger Veranstalter gibt es hier für die ersten sechs noch schöne Naturalpreise.

Lugnorre mit 63 OMC Fahrern und vielen ausländischen Gastfahrern war einmal mehr das High Light der Saison. Bei schönstem Herbstwetter und vielen Zuschauern konnten alle Rennen mehr oder weniger unfallfrei durchgezogen werden. Nicht zu vergessen die immer zügig durchgeführte Siegerehrung von Jean-Marie, dieser Ablauf ermöglicht uns jeweils frühzeitig die lange Heimreise anzutreten.

In Escholzmatt bei "Sepp" im schönen Entlebuch am Zipfel des Kantons Luzern, war dann bereits wieder das Saisonabschlussrennen. Mit 32 OMC Fahrern und einigen Gastfahrern recht gut besucht. Wir konnten im zweiten Lauf endlich wieder einmal ein paar Runden im Regen fahren. Erstaunlich wie hier Motocross noch ein Anziehungspunkt ist und nebenbei die Festhütte den ganzen Tag gut besucht ist.

Zum Schluss möchte ich mich bei meinen Kollegen im Vorstand und der Spoko für die unkomplizierte und angenehme Zusammenarbeit bedanken. Bedanken möchte ich mich auch bei Selmi der nach Anfangsschwierigkeiten dann bald den Rank fand und unser Material schnell auf die HP schaltete. Zu guter letzt Danke an Euch Fahrer dass ihr an den Rennen teilgenommen haben, denn ohne, das wäre ja alles umsonst.

Das sind in etwa meine Ausführungen, vielleicht sagt Beny noch was zu den ECMO Rennen und Peter zu den Seitenwagen.

«Danke für Eure Aufmerksamkeit»

Weingarten 17.11.2017/ Jack Frei